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Zürich, 21. Mai 2017

Das Überparteiliche Komitee „NEIN zur Abschaffung von Frühenglisch“ ist über den Abstimmungsausgang sehr erfreut und sieht seine Positionen bestätigt.

Mit der deutlichen Ablehnung von 60,8 Prozent hat die Zürcher Stimmbevölkerung klar signalisiert, dass der frühe Fremdsprachenunterricht hohen Zuspruch in der Bevölkerung findet. Mit diesem erneuten und eindeutigen Ergebnis sollte die Diskussion um den Fremdsprachenunterricht in der Primarschule nun endgültig vom Tisch sein.

NZZ vom 21. Mai 2017: Die befürchtete Abschaffung von Frühenglisch zeigt Wirkung
NZZ vom 21. Mai 2017: Zürich wird nicht zur Insel
Tagesanzeiger online vom 21. Mai 2017: Die Stimmbürger wollen keinen Rückschritt

 

10. Mai 2017
„Die Kinder werden nicht überfordert!“
Bildungsökonom Stefan Wolter verteidigt den frühen Fremdsprachenunterricht

Eine aktuelle Grossanalyse der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung hat 7000 Studien zur Wirkung von Fremdsprachenunterricht analysiert und kommt zum klaren Befund, dass der frühe Fremdsprachenunterricht die Kinder nicht überfordert:

  • Es gibt kein Anzeichen für eine Überforderung der Kinder durch frühes multiples Sprachenlernen. Im Gegenteil: Kentnnisse in einer Fremdsprache erleichtern den Erwerb einer weiteren Sprache. Schweizer Untersuchungen kommen zum gleichen Schluss.
  • Umfragen zeigen, dass gegen 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler nicht überfordert sind. Es ist demnach eine Frage der Prioritätensetzung, ob man diese wegen der 20 Prozent schwachen Schüler in ihrem Lernfortschritt bremsen soll.
  • Der Unterricht über mehrere Schuljahre führt zu signifikant höheren Leistungen als die Verschiebung einer Fremdsprache in die Oberstufe.

Lesen Sie mir dazu hier:
NZZ Artikel vom Mittwoch, 10 Mai 2017: Die Kinder werden nicht überfordert

 

7. Mai 2017
Junge SVP Kanton Zürich ist ebenfalls für ein NEIN zur Fremdspracheninitiative

„(…) Aber wollen wir wirklich motivierte, gute und leistungsstarke Schüler „bestrafen“ indem wir ihnen sagen: „Andere sind halt etwas schlechter in den Sprachfächern als du, darum darfst du nur noch eine Fremdsprache lernen!“, meines Erachtens ein völlig falscher Ansatz.

Darum empfiehlt die Junge SVP Kanton Zürich und ich persönlich ein NEIN zur Initiative am 21. Mai 2017.“

(Facebook-Post von Marc Wachter, Präsident Junge SVP Kanton Zürich)

 

25. April 2017
Regionale KMU drängen auf mehr Englisch in der Schule
Bei einem Ja könnte es zu einem Sprachenstreit zwischen Politik und Wirtschaft kommen

Bei einem Ja zur Fremdspracheninitiative muss davon ausgegangen werden, dass das Frühenglisch über die Klinge springen muss. Dies gibt auch Lilo Lätsch vom Pro-Komitee und Präsidentin des Zürcher Lehrerverbandes vor der Presse zu. Damit ist aber das regionale Gewerbe überhaupt nicht einverstanden. Hört man sich unter den KMU in der Region Winterthur um, wäre eine allfällige Abschaffung von Frühenglisch brisant: Bei vielen Dienstleistern und Produktionsbetrieben steigt die Bedeutung von Englisch – zum Teil rasant! Das gilt selbst für handwerkliche Berufe, bei denen bis vor wenigen Jahren noch kaum Fremdsprachen gebraucht wurden. Der Landbote hat mehrere KMU zur Fremdspracheninitiative befragt. Statt Französisch in der Primarschule verlangen die meisten Unternehmer in der Region mehr Englisch.
Hier geht es zu den Interviews.

Lesen Sie mehr dazu hier:
Der Landbote vom 26. April 2017: Regionale KMU drängen auf mehr Englisch